Akkordeon im Detail

In der Musikschule wird das klassische Pianoakkordeon MII (rechte Hand Klaviertasten, linke Hand Knopftasten) mit klassischer Ausrichtung unterrichtet.

Die Originalmusik für Akkordeon wurde entsprechend des noch jungen Alter des Instruments erst im 20. Jahrhundert erstellt. Inzwischen existieren sehr viele zeitgenössischr Werke aller Genres und Schwierigkeitsgrade vom Solo bis zur Integration in sinfonische Klangkörper. Es existert auch viel Kammermusik. Zusätzlich ist es möglich, Werke aus der Klavier- und Orgelliteratur zu spielen. Hier sind besonders barocke Werke geeignet (zum Beispiel von Johann Sebastian Bach und Domenico Scarlatti). Gleichzeitig wurden durch eine Fülle von Transkriptionen auch die vor der Erfindung des Instruments datierenden musikalischen Epochen erschlossen.

Nur ein geringer Anteil von Originalliteratur und erhältlichen Akkordeonauszügen ist auf Tonumfang und/oder technische Möglichkeiten des Knopfgriffakkordeons angewiesen. Der für das Pianoakkordeon mit 120 Bässen übliche Tonumfang von f-a′′′ hat sich als Standard, speziell auch für Orchesterstimmen mit Ausnahme der Baßstimme, etabliert.

Es ist bei Solisten gängige Praxis, Nichtoriginalliteratur (speziell für Orgel) in eigenen Fassungen zu spielen, die die individuellen Grenzen von Instrument und Spieler weiter als in Akkordeonauszügen üblich ausnutzen.